Nicht kaputtsparen… sondern Lilienthals finanzielle Freiheit zurückgewinnen

Die gute Nachricht: Lilienthal ist (noch) nicht pleite.

Aber Lilienthals finanzieller Spielraum wird enger und genau darüber sollten wir vor der Wahl ehrlich darüber sprechen, weil es sonst niemand tut. Geld ist nicht alles – aber ohne Geld ist alles nichts.

Die Zahlen der Gemeinde zeigen eine Entwicklung, die man weder dramatisieren noch schönreden sollte: Ende 2015 lagen die Investitionskredite des Kernhaushalts bei rund 51,66 Millionen Euro. Ende 2024 waren es bereits knapp 80,96 Millionen Euro. Nach den Kreditaufnahmen und Tilgungen des Jahres 2025 weist die Gemeinde zum 31. Dezember 2025 rund 86,05 Millionen Euro aus. Für Ende 2026 sieht die Planung sogar rund 94,89 Millionen Euro vor.

Das wären gegenüber 2015 rund 84 Prozent mehr Investitionsschulden im Kernhaushalt.

Das ist keine Katastrophenmeldung. Aber es ist ein ziemlich deutlicher Hinweis darauf, dass wir etwas ändern müssen.

Und genau hier beginnt unser Angebot:

100 Tage. 100 konkrete Dinge auf den Prüfstand.

Nicht blind streichen.
Nicht Leistungen kaputtsparen.
Sondern endlich systematisch fragen:

Brauchen wir das?
Muss es so kompliziert sein?
Und was hat der Bürger davon?


Mehr als 100 Millionen Euro Investitionskredite

Wer über Schulden spricht, muss sauber unterscheiden. Zur Gemeinde gehören beziehungsweise werden in der vorliegenden Übersicht neben dem Kernhaushalt weitere kommunale Bereiche betrachtet.

Zum 31. Dezember 2025 stehen dort:

  • Kernhaushalt: 86,05 Mio. Euro
  • Entsorgungsbetriebe Lilienthal: 13,44 Mio. Euro
  • Wirtschaftsbetriebe Lilienthal GmbH: 1,74 Mio. Euro
  • Kommunale Wohnungsbau- und Entwicklungsgesellschaft: 2,39 Mio. Euro

Zusammen weist die Gemeinde 103,62 Millionen Euro Investitionskredite aus. Hinzu kommen im Kernhaushalt 5 Millionen Euro Kassenkredite. Damit stehen in der Übersicht Ende 2025 insgesamt rund 108,6 Millionen Euro Investitions- und Kassenkredite.

Dabei muss man fair bleiben: Kommunale Schulden sind nicht dasselbe wie private Konsumschulden. Investitionskredite finanzieren Straßen, Gebäude, Infrastruktur und andere Vermögenswerte, die oft jahrzehntelang genutzt werden.

Schulden sind deshalb nicht automatisch schlecht.

Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Was bekommen wir für die Schulden und können wir sie auf Dauer tragen?

Genau diese Frage muss Politik beantworten.


Entscheidend ist die Richtung

Eine einzelne Schuldenzahl sagt noch nicht genug. Interessanter ist die Entwicklung.

2025 nahm der Kernhaushalt nach der Übersicht 7,5 Millionen Euro neue Investitionskredite auf. Getilgt wurden rund 2,42 Millionen Euro. Unter dem Strich wuchs der Schuldenstand damit um gut 5 Millionen Euro. Für 2026 sieht die Planung sogar 11,49 Millionen Euro neue Kreditaufnahme und nur 2,65 Millionen Euro Tilgung vor. Das entspräche einer zusätzlichen Nettoverschuldung von rund 8,84 Millionen Euro innerhalb eines Jahres.

Natürlich gilt: Ein Haushaltsplan ist noch keine endgültige Jahresrechnung. Investitionen können sich verschieben, Kredite müssen nicht vollständig aufgenommen werden. Aber wer politische Verantwortung übernehmen möchte, sollte auch Planungen ernst nehmen.

Und die Richtung ist eindeutig: Die Verschuldung wächst wesentlich schneller, als sie zurückgeführt wird.


Zinsen sind verlorener Handlungsspielraum

Die Gemeinde weist für den Kernhaushalt bis zum 31. Dezember 2025 2,054 Millionen Euro Zinsaufwendungen aus. Hinzu kommen rund 151.800 Euro für Kassenkredite. Zusammen entspricht das rechnerisch mehr als 2,2 Millionen Euro beziehungsweise rund 6.000 Euro pro Tag. Auch Zinsen sind nicht grundsätzlich „verschwendet“. Sie ermöglichen Investitionen, bevor das notwendige Geld vollständig vorhanden ist.

Aber eines bleibt wahr: Mit einem Euro Zinsen kann man keine Straße sanieren, kein Feuerwehrfahrzeug kaufen und keine Schule modernisieren.

Je höher Schulden und Zinslast werden, desto größer wird der Anteil des Haushalts, über den zukünftige Gemeinderäte gar nicht mehr frei verfügen können. Das ist der eigentliche Punkt.

Schulden kosten nicht nur Geld. Sie kosten zukünftige Freiheit.


Was freiheitliches Denken für eine Gemeinde bedeutet

Freiheitliche Kommunalpolitik heißt für uns nicht: Der Staat soll möglichst wenig tun.

Sie heißt: Die Gemeinde soll das Richtige tun und das möglichst gut, einfach und wirtschaftlich.

Der Bürger muss nicht erklären, warum er sein Geld behalten möchte. Politik sollte erklären können, warum sie es ausgibt.

Und Verwaltung sollte nicht zuerst fragen: „Welches Verfahren muss der Bürger durchlaufen?“

Sondern: „Wie können wir sein Anliegen möglichst einfach lösen?“

Das ist der Gedanke hinter unserem AFUERA für Lilienthal. „Afuera“ bedeutet für uns nicht, alles hinauszuwerfen.

Es bedeutet: Was keinen ausreichenden Nutzen mehr hat, darf nicht allein deshalb weiterlaufen, weil es schon immer so gemacht wurde.


Unser Angebot: 100 Tage – 100 Prüfungen

In den ersten 100 Tagen der neuen Wahlperiode wollen wir 100 konkrete Ausgaben, Abläufe, Vorschriften, Projekte und Strukturen überprüfen.

Bei jedem Punkt sollen dieselben Fragen gelten:

  • Ist das eine Pflichtaufgabe oder eine freiwillige Entscheidung?
  • Welchen konkreten Nutzen hat sie?
  • Muss sie in dieser Form erledigt werden?
  • Gibt es eine einfachere Lösung?
  • Gibt es eine günstigere Lösung mit gleicher Qualität?
  • Existieren Doppelstrukturen?
  • Welche dauerhaften Folgekosten entstehen?
  • Ist der Erfolg überhaupt messbar?

Dabei kann es beispielsweise um Verwaltungsabläufe, Genehmigungsverfahren, externe Beratungen, Gutachten, Software- und Lizenzverträge, Beschaffung, Zuschüsse, Förderprogramme, Energieverbrauch, Raum- und Gebäudenutzung, Mitgliedschaften oder kommunale Vorschriften gehen.

Auch Investitionen gehören dazu.

Nicht mit der Frage: „Wie verhindern wir sie?“

Sondern: „Ist sie notwendig? Ist jetzt der richtige Zeitpunkt? Und gibt es eine bessere Lösung?“


Nicht billig! Wirtschaftlich!

Das ist für uns ein entscheidender Unterschied. Ein kaputtes Dach nicht zu reparieren, spart kurzfristig Geld. Wenn fünf Jahre später der Dachstuhl saniert werden muss, war es trotzdem eine schlechte Entscheidung. Bei Schulen, Feuerwehr, Hochwasserschutz, Straßen oder kritischer Infrastruktur kann falsches Sparen am Ende erheblich teurer werden. Darum wollen wir nicht einfach Kosten kürzen.

Wir wollen wirtschaftlicher entscheiden.

Unser Grundsatz: Notwendige Dinge richtig machen. Unnötige Dinge nicht machen.

Das ist keine Kettensäge. Das ist gesunder Menschenverstand.


Was hat der Bürger davon?

Genau diese Frage muss am Ende jeder politischen Idee stehen. Ein erfolgreicher 100-Tage-Check könnte bedeuten:

  • weniger Bürokratie, weil überflüssige Schritte verschwinden;
  • schnellere Entscheidungen, weil Prozesse einfacher werden;
  • geringere laufende Kosten, weil Doppelstrukturen beseitigt werden;
  • mehr Transparenz, weil Bürger nachvollziehen können, wohin ihr Geld fließt;

und vor allem:

mehr finanziellen Spielraum für die Dinge, die wirklich wichtig sind.

  • Schulen.
  • Feuerwehr.
  • Straßen.
  • Hochwasser- und Katastrophenschutz.
  • Kinder und Jugend.

Eine Verwaltung, die funktioniert. Denn jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden. Gerade deshalb ist Prioritätensetzung kein Angriff auf kommunale Leistungen.

Sie schützt die wichtigen Leistungen.


Die Ergebnisse gehören auf den Tisch

Nach 100 Tagen soll kein internes Papier in irgendeiner Schublade verschwinden.

Jeder überprüfte Punkt erhält eine verständliche Bewertung:

BLEIBT = Sinnvoll und notwendig.

WIRD EINFACHER = Gleicher Nutzen, weniger Bürokratie.

WIRD GÜnSTIGER = Gleiche Qualität, geringere Kosten.

WIRD GEBÜNDELT = Doppelstrukturen werden zusammengeführt.

WIRD VERSCHOBEN = Sinnvoll, aber derzeit nicht prioritär.

KANN ENTFALLEN = Der Nutzen rechtfertigt Aufwand und Kosten nicht mehr.

Und wo immer möglich, gehört eine Zahl daneben:

Was kostet es heute?
Was können wir sparen?
Und was sparen wir dauerhaft?

So wird aus dem viel beschworenen „Bürokratieabbau“ endlich etwas Messbares.


Erst bei sich selbst anfangen

Wenn kommunale Haushalte schwieriger werden, kommt fast automatisch die nächste Debatte: Brauchen wir höhere Gebühren? Brauchen wir höhere Steuern? Welche Leistungen können gekürzt werden?

Wir finden, dass Politik einen Schritt früher anfangen sollte.

Bevor Bürger und Unternehmen zusätzlich belastet werden, sollte die Gemeinde nachweisen können, dass sie die eigenen Möglichkeiten ausgeschöpft hat. Dass Prozesse wirtschaftlich sind. Dass unnötige Ausgaben überprüft wurden. Dass Investitionen nach Prioritäten erfolgen. Dass Doppelstrukturen verschwinden. Dass freiwillige Leistungen regelmäßig auf ihren Nutzen geprüft werden. Das ist keine Garantie dafür, dass sich jedes finanzielle Problem wegsparen lässt.

Aber es ist eine Frage des Respekts gegenüber den Menschen, die das Geld erwirtschaften.


Lilienthal ist nicht pleite, aber die Warnzeichen sind schon lange da und werden deutlicher

Wir wollen keine künstliche Krise herbeireden. Lilienthal besitzt Vermögen, Infrastruktur, Einnahmen und wirtschaftliche Substanz. Aber ebenso wenig sollten wir die Zahlen ignorieren.

51,66 Millionen Euro Investitionskredite im Kernhaushalt Ende 2015.

86,05 Millionen Euro Ende 2025.

94,89 Millionen Euro laut Planung Ende 2026.

Das ist eine Entwicklung, die politische Antworten verdient. Nicht irgendwann. Jetzt.


Unser Angebot an Lilienthal

Wir wollen weder pauschal sparen noch pauschal mehr Geld ausgeben. Wir wollen zuerst wissen:

  • Was brauchen wir wirklich?
  • Was können wir besser machen?
  • Wo können wir Bürgern Zeit und Geld sparen?
  • Und wo bezahlen wir heute für Strukturen, deren Nutzen niemand mehr überzeugend erklären kann?

Darum:

100 Tage. 100 Prüfungen. Nicht alles raus. Sondern raus mit unnötiger Bürokratie, vermeidbaren Kosten, Doppelstrukturen und dem Satz: „Das haben wir schon immer so gemacht.“

  • Das Notwendige zuverlässig finanzieren.
  • Das Sinnvolle effizient organisieren.
  • Das Überflüssige beenden.
  • Denn solide Finanzen sind kein Selbstzweck.

Sie sind die Voraussetzung dafür, dass Lilienthal morgen noch selbst entscheiden kann, statt nur noch Rechnungen von gestern zu bezahlen.

Sie finden das logisch und die Vorgehensweise richtig und notwendig? Dann haben sie nur eine Wahl, denn dieses Versprechen bekommen Sie nur von uns und mit 4 Kandidaten, die im Schnitt 15 Jahre Ratserfahrung haben, setzen Sie auch auf Personen, die wissen, wovon sie reden.

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