…und warum der Landkreis Osterholz mehr verdient als die Verwaltung des Bestehenden
Am 13. September 2026 wählen die Bürger des Landkreises Osterholz einen neuen Landrat. Für uns ist das keine bloße Personalentscheidung. Es geht darum, wie unser Landkreis in den nächsten Jahren mit seinen Aufgaben umgeht, ob er Probleme wirklich anpackt oder ob er sich weiter zu oft mit dem Verwalten des Bestehenden begnügt.
Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Wir haben genau hingeschaut, gefragt, zugehört und verglichen. Und wir sind zu dem Schluss gekommen: Es reicht nicht aus.
Nicht, weil es an Engagement fehlt. Nicht, weil andere keinen guten Willen hätten. Sondern weil zu viele Probleme im Landkreis seit Jahren bekannt sind, ohne dass daraus die nötigen Konsequenzen gezogen werden.
Darum sagen wir: Dann machen wir mit.
Nicht aus Protest. Nicht gegen Personen oder Parteien. Sondern aus Verantwortung für unseren Landkreis.
Denn Osterholz ist zu wertvoll, um sich mit dem Weiter-so zufriedenzugeben.
Ein Landkreis mit starken Wurzeln
Der Landkreis Osterholz gehört zu den lebenswertesten Regionen Norddeutschlands. Hier gibt es starke Gemeinden, engagierte Bürger, funktionierende Vereine, leistungsfähige Feuerwehren, eine vielfältige Landwirtschaft, einen gesunden Mittelstand, kulturelle Orte wie Worpswede, besondere Natur- und Moorlandschaften und die Nähe zu Bremen.
Viele Menschen leben hier ganz bewusst. Nicht trotz des Landkreises. Sondern wegen seiner Qualität.
Aber genau diese Stärken geraten unter Druck. Und wer das ehrlich ernst nimmt, muss auch sagen: Die Probleme sind bekannt. Nur die Lösungen kommen oft zu langsam.
Pflege darf kein Suchspiel sein
Immer mehr Menschen werden älter. Immer mehr Angehörige übernehmen Pflegeaufgaben. Und immer häufiger beginnt die Suche nach Hilfe mit Telefonlisten, Warteschleifen und Zuständigkeitsfragen.
Pflege darf kein Suchspiel sein.
Pflegekonferenzen, Pflegeberichte und Beratungsstellen sind wichtig. Aber sie ersetzen keine ausreichenden Strukturen. Familien brauchen vor allem eines: verlässliche Hilfe, wenn es schwierig wird.
Der Landkreis braucht deshalb mehr Kurzzeitpflege, bessere Angehörigenberatung, eine gute Verzahnung zwischen Krankenhaus, Pflege und Hausärzten und einen öffentlichen Überblick darüber, wo Versorgungslücken bestehen.
Pflege ist keine Nebensache. Pflege ist Daseinsvorsorge.
Bei den Finanzen braucht es Ehrlichkeit
Der Landkreis beteiligt sich zwar an der Aktion „Kommunen am Limit“. Das ist nachvollziehbar. Aber Geldprobleme lösen sich nicht dadurch, dass man nur nach Hannover oder Berlin zeigt.
Auch vor Ort braucht es Ehrlichkeit. Die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren: Was kostet uns was? Was hat Priorität? Welche Folgekosten entstehen? Und was können wir uns dauerhaft wirklich leisten?
Politik beginnt mit Ehrlichkeit. Gerade beim Geld.
Hochwasser zeigt, was auf dem Spiel steht
Das Weihnachtshochwasser 2023/24 hat deutlich gemacht, wie schnell aus einem theoretischen Risiko eine echte Gefahr werden kann. Feuerwehren, THW, DLRG und viele Ehrenamtliche haben Großartiges geleistet.
Aber Dank ersetzt keine Vorsorge.
Katastrophenschutz beginnt nicht erst dann, wenn das Wasser im Wohnzimmer steht. Er beginnt lange vorher: mit Übungen, Materialdepots, funktionierenden Kommunikationswegen, gepflegten Gräben, belastbaren Einsatzplänen und klaren Zuständigkeiten.
Wer aus dem Hochwasser nichts lernt, macht den nächsten Einsatz unnötig schwer.
Wohnen muss wieder bezahlbar werden
Wer heute bauen will, braucht viel Geduld. Wer heute eine Wohnung sucht, braucht Glück. Und wer heute eine Familie gründen will, braucht oft beides.
Die Nähe zu Bremen macht den Landkreis Osterholz attraktiv. Sie macht das Wohnen aber auch teurer.
Unser Ziel muss klar sein: Wer im Landkreis arbeitet, soll sich auch leisten können, im Landkreis zu wohnen.
Dazu braucht es mehr als einzelne Förderprogramme. Es braucht einen ehrlichen Blick auf Leerstand, Umnutzung, kleinere Wohnungen, altersgerechten Wohnraum und passende Angebote für junge Familien, Auszubildende und Beschäftigte in Pflege, Handwerk und Mittelstand.
Wirtschaft braucht Partner
Handwerk, Mittelstand, Landwirtschaft und Pflege suchen händeringend Fachkräfte. Gleichzeitig wachsen Bürokratie und Genehmigungszeiten. Genau an dieser Stelle darf der Landkreis nicht nur verwalten.
Er muss unterstützen.
Denn jeder Betrieb, der aufgibt oder nicht nachfolgen kann, bedeutet nicht nur weniger Arbeitsplätze. Es bedeutet auch weniger Ausbildung, weniger Steuereinnahmen und weniger Zukunft.
Wer wirtschaftliche Stärke will, muss Unternehmen den Weg leichter machen und nicht schwerer.
Landwirtschaft und Naturschutz gehören zusammen
Kaum ein Landkreis verbindet Landwirtschaft, Moor, Wasser und Naturschutz so eng wie Osterholz. Gerade deshalb brauchen wir hier Zusammenarbeit statt Lagerdenken.
Die Menschen, die jeden Tag auf den Flächen arbeiten, sind nicht das Problem. Sie sind Teil der Lösung.
Naturschutz gegen Landwirtschaft ist politisch bequem. In der Praxis führt es nicht weiter. Wer Natur schützen will, muss mit den Landwirten arbeiten, nicht über ihre Köpfe hinweg.
Verwaltung muss einfacher werden
Bürger erwarten zu Recht eine moderne Verwaltung. Aber Digitalisierung bedeutet nicht, dass Formulare nur auf einem Bildschirm landen.
Digitalisierung muss heißen: schnellere Verfahren, klare Ansprechpartner, transparente Bearbeitungszeiten und weniger Bürokratie.
Eine gute Verwaltung erklärt nicht nur, warum etwas lange dauert. Sie sagt auch, bis wann etwas erledigt ist.
Wir wollen andere Maßstäbe setzen
Wir glauben nicht an Politik durch Schlagzeilen. Wir glauben an Politik durch Ergebnisse.
Deshalb wollen wir einen einfachen Maßstab einführen:
Was ist das Problem?
Wer ist zuständig?
Was kostet die Lösung?
Bis wann wird geliefert?
Woran erkennen die Bürger, dass es besser geworden ist?
So einfach. Und trotzdem so selten.
Warum wir antreten
Unser Kandidat ist kein Berufspolitiker. Er ist Landwirt, hier geboren und im Landkreis tief verwurzelt. Er kennt die Menschen, die Vereine, die Landwirtschaft, das Ehrenamt, die kommunale Praxis und die Herausforderungen der Gemeinden nicht aus Broschüren, sondern aus langjähriger Erfahrung.
Er war zehn Jahre im Gemeinderat und viele Jahre im Kreistag. Er kennt die Stärken dieses Landkreises ebenso wie seine Bruchstellen. Und er weiß, dass gute Politik vor allem eines braucht: Nähe zur Realität.
Unser Angebot
Wir treten nicht an, weil wir glauben, dass alles schlecht läuft. Wir treten an, weil wir überzeugt sind, dass mehr möglich ist.
Mehr Ehrlichkeit.
Mehr Bürgernähe.
Mehr Pragmatismus.
Mehr Handlungsfähigkeit.
Mehr Landkreis.
Wir stehen für eine Politik, die freiheitlich, werteorientiert und bodenständig ist. Nicht ideologisch. Nicht laut. Nicht für Schlagzeilen. Sondern für Ergebnisse.
Denn am Ende zählt nicht, wer ein Problem am besten beschreibt.
Sondern wer es löst.
